{"id":9,"date":"2018-10-14T18:37:47","date_gmt":"2018-10-14T18:37:47","guid":{"rendered":"http:\/\/materialistischedialektik.blogsport.eu\/?page_id=7"},"modified":"2025-01-14T17:23:09","modified_gmt":"2025-01-14T17:23:09","slug":"literatur","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.materialistische-dialektik.net\/?page_id=9","title":{"rendered":"Literaturliste"},"content":{"rendered":"\n<p>Diese kommentierte Literaturliste verfolgt keine Vollst\u00e4ndigkeit. Sie soll nur einschl\u00e4gige und zentrale Titel aufnehmen sowie Titel, die uns besonders hilfreich oder produktiv erscheinen. Die Liste ist erst im Entstehen, Empfehlungen werden gerne aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Zur Einf\u00fchrung in die Dialektik-Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hegel: <em>Wer denkt abstrakt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hegel: Einleitung der <em>Ph\u00e4nomenologie des Geistes<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Marx: Nachwort zur zweiten Auflage des <em>Kapital<\/em> und dort vor allem MEW 23, S. 27.<\/p>\n\n\n\n<p>Marx&#8216; <em>Kapital <\/em>ist insgesamt sozusagen selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr die Diskussion der materialistischen Dialektik, weil es eine durchgef\u00fchrte materialistisch-dialektische Kritik der \u00d6konomie ist und man Marx&#8216; methodische Konzepte zur materialistischen Dialektik nur nachvollziehen und diskutieren kann, wenn man deren konkrete Bedeutung in der durchgef\u00fchrten Kritik kennt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. \u00dcberblicksdarstellungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heinz Kimmerle (Hrsg.) (1978): <em>Modelle materialistischer Dialektik. Beitr\u00e4ge der Bochumer Dialektik-Arbeitsgemeinschaft<\/em>, Den Haag: Nijhoff. Online unter: <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/reprints\/kimmerle\/index.html\">http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/reprints\/kimmerle\/index.html<\/a>. Die Gemeinschaftsarbeit gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Modelle der materialistischen Dialektik, die in der Diskussion sind, und versteht sich so Dienstleistung f\u00fcr k\u00fcnftige Diskussionen zur Bestimmung der materialistischen Dialektik. Neben einer Analyse der Voraussetzungen, insbesondere der Hegel-Rezeption, und einem Durchgang durch das Marxsche Werk, stellt sie die Dialektik-Modelle von Engels bis hin zu Althusser vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Wolfram Pfreundschuh: <a href=\"http:\/\/kulturkritik.net\/begriffe\/index.php?lex=dialektischermaterialismus\">Dialektischer Materialismus<\/a>, Artikel im &#8222;Kulturkritischen Lexikon&#8220;. Kritik des Dialektikverst\u00e4ndnis des dialektischen Materialismus.&nbsp; Der dialektische Materialismus wird als irrt\u00fcmliche Marx-Rezeption durch Friedrich Engels skizziert, aus der Engels&#8216; Konzeption des &#8222;Dialektischen Materialismus&#8220; entstanden ist, sowie die weitere Problemgeschichte in Leninismus und Stalinismus (vgl. &#8222;Diamat&#8220;) verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Marx&#8216; Hegel-Kritik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der bekannte Text &#8222;Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung&#8220; enth\u00e4lt <em>keine <\/em>Hegel-Kritik. Wir nennen im folgenden die drei einschl\u00e4gigen Texten der Marxschen Hegel-Kritik. Dar\u00fcber hinaus diskutiert Marx noch in vielen kleineren Passagen die Philosophie Hegels, darunter in &#8222;Die Heilige Familie&#8220; und &#8222;Das Elend der Philosophie&#8220;. Schlie\u00dflich gibt es noch zahlreiche allgemeine Positionierungen von Marx zu Hegel. Einen systematischen \u00dcberblick \u00fcber all diese Stellen kennen wir leider nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Marx (1843): <em>Aus der Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Kritik des Hegelschen Staatsrechts (\u00a7\u00a7 261-313)<\/em>, in: MEW 1.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Marx (1844): <em>\u00d6konomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844 <\/em>(= &#8222;Pariser Manuskripte&#8220;), in: MEW 40. Darin das Kapitel &#8222;Kritik der Hegelschen Dialektik und Philosophie \u00fcberhaupt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Marx (1857ff): <em>Grundrisse der Kritik der politischen \u00d6konomie<\/em>, in: MEW 42. Darin das Kapitel &#8222;A. Einleitung&#8220;, das auch oft auch &#8222;Methodenkapitel&#8220; genannt wird. Dieses Kapitel ist textgleich auch in MEW 13 enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Marxismus zwischen dem <em>Kapital<\/em><\/strong><strong> und der Revolution 1917\/18<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rosa Luxemburg: Luxemburg hat keine Texte geschrieben, in der sie Dialektik ganz spezifisch und explizit als Methode diskutiert, allerdings arbeitet sie in ihren durchgef\u00fchrten Kritiken, z. B. der Kritik des Revisionismus, des Imperialismus, der Reproduktion des Gesamtkapitals durchweg in dialektischer Methode. Sie dr\u00fcckt gelegentlich auch ihre Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Hegel aus. Luk\u00e1cs&#8216; Dialektik-Konzeption in <em>Geschichte und Klassenbewusstsein<\/em> reflektiert direkt Luxemburgs implizite Dialektik-Konzeption.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle wird oft auf Engels verwiesen, insbesondere seine B\u00fccher <em>Dialektik der Natur<\/em>, <em>Anti-D\u00fchring<\/em> und <em>Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft<\/em>. Engels hat aber gerade kein kritisches Verst\u00e4ndnis von Dialektik, das Dialektik als &#8222;negative&#8220; Methode versteht, sondern ontologisiert Dialektik gerade, wie bereits der Titel <em>Dialektik der Natur<\/em> anzeigt. Das Tragische liegt darin, dass die Rezeption der Marxschen Dialektik ganz \u00fcberwiegend \u00fcber diesen Umweg \u00fcber diese Engelssche Reinterpretation gelaufen ist. Das hat sich erst im kritischen Marxismus nach der Revolution 1917\/18 ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Klassischer kritischer Marxismus 1917\/18-ca. 1960<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Georg Luk\u00e1cs (1923): Was ist orthodoxer Marxismus?, in: <em>Geschichte und Klassenbewu\u00dftsein<\/em>, Berlin: Der Malik Verlag, S. 13-38. In diesem Aufsatz bestimmt Luk\u00e1cs die Orthodoxie im Marxismus \u00fcber die Methode &#8211; nicht \u00fcber den Glauben an <em>einzelne<\/em> Thesen oder Aussagen von Marx. Die Methode ist die dialektische Methode, die der Aufsatz dann im Weiteren umrei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Korsch (2017\/1923): Marxismus und Philosophie, Offizin Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Institut f\u00fcr Sozialforschung (1938): Idee, Aktivit\u00e4t und Programm des Instituts f\u00fcr Sozialforschung, in: Horkheimer, Gesammelte Schriften Band 12, S. 131ff. In demselben Band sind auch auf 250 Seiten Protokolle der zahlreichen Mitglieder des IfS aus den 1930er und 1940er Jahren abgedruckt. Aus diesen Texten l\u00e4sst sich die <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung <\/em>als letztliche Umsetzung einer materialistischen Dialektik f\u00fcr die damalige Gegenwart entnehmen.<br><br><\/span>Horkheimers Antrittsrede als Direktor des IfS von 1931: <em>Die gegenw\u00e4rtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben des Instituts f\u00fcr Sozialforschung<\/em>, in: Horkheimer, Gesammelte Schriften, Band 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Walter Benjamin (1934): <em>Der Autor als Produzent<\/em>. Keine Methoden-Diskussion der Dialektik, aber eine materialistisch-dialektische Kritik von Autor-Leser-Verh\u00e4ltnissen. Zur Dialektik bei Benjamin w\u00e4re noch einiges hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Adornos&nbsp;<em>Negative Dialektik&nbsp;<\/em>(1966) wird in unserem Arbeitskreis kontrovers diskutiert. Obwohl er in den Westlichen Marxismus eingeordnet wird und eben vor allem in der <em>Negativen Dialektik<\/em> eine eigene Dialektik-Konzeption entwickelt, w\u00fcrde Adorno selbst sagen, dass die Negative Dialektik kein direkter Beitrag materialistischen Dialektik ist, sondern sich negativ-dialektisch mit derselben auseinandersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Dialektik-Diskussion um 1968 <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Krahl, Hans-J\u00fcrgen (1966\/67): Zur Wesenslogik der Marxschen Warenanalyse, in: ders. (1971): Konstitution und Klassenkampf, verbesserte Neuausgabe 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Althusser, (Text zur materialistischen Dialektik)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Neue Marx-Lekt\u00fcre<br><br><\/strong>Die Neue Marx-Lekt\u00fcre war eine kritische Neulekt\u00fcre von Marx, die vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren in Deutschland viele Beitr\u00e4ge erarbeitete. Sie ging von der Frankfurter Schule aus, griff vor allem deren Hegelmarxismus auf und hat insbesondere die ersten vier Kapitel des &#8222;Kapital&#8220; sehr genau untersucht. Einige Beitr\u00e4ge der Neuen Marx-Lekt\u00fcre haben die dialektische Bewegung im &#8222;Kapital&#8220; explizit nachvollzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Backhaus, Hans-Georg (1997\/1969): Zur Dialektik der Wertform. In: Hans-Georg Backhaus: <em>Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen \u00d6konomiekritik<\/em>. Freiburg i. Br: \u00c7a Ira, S. 41\u201366.<\/p>\n\n\n\n<p>Reichelt, Helmut (2001\/1973): <em>Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx<\/em>. Freiburg: \u00c7a Ira.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Stapelfeldt (2009\/1979): <em>Das Problem des Anfangs in der Kritik der politischen \u00d6konomie von Karl Marx. Zum Verh\u00e4ltnis von Arbeitsbegriff und Dialektik<\/em>, Hamburg: Kovac.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Strukturalistische Dialektik-Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Joachim Bischoff (1973): <em>Gesellschaftliche Arbeit als Systembegriff. \u00dcber wissenschaftliche Dialektik<\/em>, Westberlin: VSA.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieter Wolf (1979): <em>Hegel und Marx. Zur Bewegungsstruktur des absoluten Geistes und des Kapitals<\/em>, Hamburg: VSA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese kommentierte Literaturliste verfolgt keine Vollst\u00e4ndigkeit. Sie soll nur einschl\u00e4gige und zentrale Titel aufnehmen sowie Titel, die uns besonders hilfreich oder produktiv erscheinen. 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